Prämenstruelle Dysphorische Störung
Wenn jeden Monat die Welt untergeht
Etwa 1 von 20 Frauen mit Hormonzyklus leidet unter einer Prämenstruellen Dysphorischen Störung (PMDS) – eine chronische Erkrankung, bei der das Gehirn negativ auf Hormonschwankungen reagiert. Betroffenen erleben vor allem in der zweiten Zyklushälfte so starke Symptome, dass der Alltag nicht bewältigt werden kann: Weinen, Wutausbrüche, Angstzustände, Depressionen, suizidale Gedanken, aber auch Konzentrationsschwierigkeiten und körperliche Symptome wie Schmerzen und Schlafstörungen. Die PMDS ist seit 2022 von der WHO als eigenständige, gynäkologische Erkrankung erfasst (ICD-11, GA34. 41). Leider gibt es noch keine deutsche Übersetzung, und PMDS ist selbst bei ÄrztInnen oft noch unbekannt. Aufklärung und Support sind entscheidend, damit Betroffene die richtige Diagnose und Hilfe erhalten!
Was ist PMDS?
PMDS – auf Englisch PMDD (Premenstrual Dysphoric Disorder) – ist eine chronische Erkrankung, die weltweit etwa 3-8% aller Menschen mit Zyklus betrifft.
Bei PMDS reagiert das Gehirn empfindlich auf Hormone und deren Schwankungen. Wichtige Botenstoffe wie Serotonin, Dopamin und GABA werden beeinträchtigt. Betroffen sind besonders die Hirnbereiche für die Emotions- und Schmerzverarbeitung.
Die Symptome bei PMDS treten zyklusabhängig auf. Im Vordergrund stehen psychische Symptome wie starke Reizbarkeit, Depressionen oder Angstzustände. Häufig sind auch Denk- und Konzentrationsstörungen, sowie verschiedene körperliche Symptome.
Mehr zum Thema PMDS Symptome
Bisher lässt sich PMDS nur mit einem Zyklus- und Symptomtagebuch feststellen. Zu den Diagnosekriterien gehören zyklisch auftretende Symptome, die für Schwierigkeiten im Alltag sorgen, und die nicht durch andere Erkrankungen erklärbar sind.
Es gibt verschiedene Ansätze zur Behandlung von PMDS: 1. Abdämpfung der Reaktion im Gehirn, 2. Unterdrückung der Hormonschwankungen und 3. Ergänzende Maßnahmen. Die richtige Behandlung zu finden, braucht oft Geduld und Mut – aber es lohnt sich.
Ressourcen
“Ich dachte, ich werde verrückt. Endlich zu kapieren was da in meinem Kopf passiert und zu wissen, dass ich nicht allein damit bin, war ein Augenöffner und eine echte Rettung für mich.“
— Marie —
“Ich hätte mir viel früher gewünscht, auf die Website zu stoßen. Es hilft enorm weiter und bietet so viele Informationen, ohne die ich sicherlich verzweifelt wäre.“
— Tanja —
“Ich hörte von PMDS zum ersten Mal in meinem Leben. Als Partner einer Betroffenen hat mir der Verein dabei geholfen, die Krankheit besser zu verstehen und meine Freundin dadurch bewusster zu unterstützen.“
— Daniel —
Der PMDS Hilfe Verein
PMDS Hilfe ist ein gemeinnütziger Verein, der ehrenamtlich von Betroffenen geführt wird. Seit 2024 setzen wir uns für die Interessen von PMDS-PatientInnen in deutschsprachigen Ländern ein. Unser Ziel: Den Zugang zu Behandlung und Unterstützung bei PMDS zu verbessern.
Unabhängige Aufklärung & Wissensvermittlung
Selbsthilfe für Betroffene und Angehörige
Kooperation mit Forschung & Fachkreisen

