Über uns

Wer steckt hinter PMDS Hilfe?

Hier erfährst du mehr über unseren Hintergrund & Organisation, unseren Verein PMDS Hilfe e.v. und unsere Ziele. 

Infoplattform & Verein

Die Seite PMDS Hilfe ist eine unabhängige Infoplattform über die Prämenstruelle Dysphorische Störung. Sie wurde 2021 von Betroffenen gegründet und wird rein ehrenamtlich betrieben. 

Seit Oktober 2023 sind wir ein eingetragener Verein – die PMDS Hilfe e.V.. Unser Ziel ist, die Aufklärung zu PMDS in Deutschland voranzubringen und den Leidensweg für Betroffene abzukürzen.

Aktuell sind wir noch dabei, unsere Verwaltung aufzubauen (Gemeinnützigkeit, Konto, Mitgliedsanträge etc.). Sobald wir bereit sind, offiziell Mitglieder aufzunehmen, informieren wir über den Newsletter und hier. 

Je mehr Mitglieder wir sind, desto stärker unsere Stimme – und desto mehr können wir auch in Sachen Versorgung und Hilfsangebote erreichen!

PMDS Hilfe e.V. Satzung

Festgelegte Grundlagen zur Organisation und Zielen unseres Vereins.

Katharina Schmidt

Gründerin & Vorstandsvorsitzende

Katharina ist 38 und lebt in Köln. Sie arbeitet als Texterin mit Schwerpunkt Healthcare und studiert aktuell B. Sc. Osteopathie. Katharina hat PMDS und ADHS. 

Ich weiss seit 2020, dass ich PMDS habe. Obwohl ich ein tolles Leben, gute Freunde, eine großartige Beziehung und viel Therapie hatte, wurde ich in regelmäßigen Abständen ohne erkennbaren Grund schwer depressiv, ängstlich, heulte tagelang, war verzweifelt und suizidal. Ich hatte 5 Jahre als Stand Up Comedienne gearbeitet und konnte und wollte nicht mehr auf die Bühne. Als ich auf de Seite von iapmd.org über PMDD las, machte es so laut Klick… Gleichzeitig trieb es mich fast zur Verzweiflung: Nirgendwo fand ich Infos auf Deutsch, kein Arzt hatte je davon gehört und ich fühlte mich absolut hilflos. Dazu schien es kaum Behandlungs-Möglichkeiten zu geben. Ich war immer gegen Psychopharmaka gewesen und hatte mir vor Jahren geschworen nie wieder die Pille zu nehmen. 
Nach einem Jahr immer schlimmer werdender PMDS mit starken suizidalen Gedanken und viel Recherche beschloss ich dann doch, SSRI zu probieren. Die Antidepressiva stabilisierten mich genug, so dass ich mich traute, es nochmal mit einer Pille zu versuchen. Leider löste die Pille nach nur drei Tagen eine Panikattacke bei mir aus. Die Frauenärztin sagte ich habe einfach eine Angststörung und sie könne mir nicht helfen. 
Trotz SSRI blieb ich suizidal. Da ich als Healthcare-Texterin schon oft Webseiten und Infos für Ärzte und PatientInnen verfasst hatte, beschloss ich, mit der PMDS Hilfe die erste deutschsprachige Infoseite zu dem Thema zu schaffen. Und wenn es das letzte war, was ich tun würde. 
Erst vier FrauenärztInnen später fand ich eine, die tatsächlich schonmal von PMDS gehört hatte, meine Symptome ernst nahm und mich bei der Suche nach der richtigen Pille unterstützte. 
2022 wurde ich zusätzlich mit ADHS diagnostiziert. 
Mit meiner aktuellen Medikation bin ich seit ca. einem Jahr symptomfrei – keine Heulattacken, keine suizidalen Gedanken mehr. Mein Alltag wird nur noch durch meine ADHS, nicht mehr durch die tiefen PMDS-Phasen beeinflusst. Ich nehme die Pille Drovelis, 25 mg Elvanse (ADHS-Medikamente) und nach wie vor 10 mg Escitalopram. 
Mir wurde auch klar, dass ein Schreibtischjob mit meinen chronischen Erkrankungen nicht gut für mich ist. Aktuell studiere ich Osteopathie, und hoffe später auch eine Anlaufstelle für PMDS-Betroffene bieten zu können. 

Anita Lehman

Leitung

Anita ist Jahrgang ’83 und lebt mit ihrer Familie in Bonn. Als ausgebildete Journalistin und Tech-Nerd hilft sie, die PMDS Hilfe auf sichere Beine zu stellen und die Vereinsgründung voranzutreiben. Auch Anita hat  PMDS und ADHS. 

Als Studentin mit Anfang 20 bekam ich Symptome, die ich und meine Ärzte nicht genau einschätzen konnten: Migräne, Schlafstörungen, Ängste und depressive Episoden. Kurze Zeit später war allerdings alles wieder gut, ich hatte Energie für mein Studium und ich machte die Clubs und Bars der Gegend unsicher. 

Im Gegensatz zu meinen Ärzten wurde mir irgendwann klar, dass diese Symptome irgendwie mit meinem Zyklus und meinen Hormonen zusammenhängen. All meine Versuche, Klarheit darüber zu bekommen, was mit mir los ist, sollten allerdings noch um die 15 Jahre ins Leere laufen. 

Ich schaffte trotz Hürden mein Studium, lernte einen tollen Mann kennen und gründete eine Familie. Was sich damals noch anfühlte, wie das Ziel meiner Reise, sollte erst der Start eines deutlich schwierigeren Weges werden: Die Schwangerschaften triggerten all die früheren Symptome. Stress und höhere Verantwortung verstärkten sie und Neue kamen hinzu. Ich kämpfte mich durch den Alltag und konnte weder meine Karriere, noch meine Familie genießen. 

Der Vorschlag meines Arztes „sich doch einfach die Gebärmutter schreddern zu lassen“, hat mich nur im ersten Moment schockiert: Mit wachsender Verzweiflung klangen seine Worte immer vielversprechender, auch wenn er eigentlich nicht wusste, ob es die schlimmsten Symptome, die Psyche und Verzweiflung, überhaupt positiv verändern würde.

Ich war dennoch gewillt es zu versuchen, fing allerdings auch an zu recherchieren. Und plötzlich fand ich diese 4 Buchstaben: PMDS. Es gab wenig Info, aber nach ein paar Monaten Zyklus- und Symptomtagebuch und einem Besuch bei der gynäkologischen Psychosomatik stand fest: Das ist meine Diagnose. 

Es vergingen weitere Jahre mit verschiedenen Therapien und Medikamenten und Aufs und Abs, aber seit letztem Jahr habe ich die PMDS mit Hilfe einer geringen Dosis Escitralopram (einem SSRI) und der Einnahme der Slinda (Pille mit Drospirenon) ohne Pillenpause und ohne die Plazebos ganz gut im Griff.

Nachdem ich 2023 auch meine ADHS Diagnose erhielt und seitdem mit Ritalin meinen Alltag besser im Griff habe,  konnte ich meine Energie wieder in sinnvolle Bahnen leiten und lang gehegte Ideen umsetzen. Ich startete meinen Blog stimmungspirouettten.de und schloss mich kurze Zeit später Karharina und der PMDS Hilfe an.

Vereinsmitglied werden

Als Mitglied des PMDS Hilfe e.V. unterstützt du die Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit rund um PMDS durch deinen Jahresbeitrag. Und du setzt ein wichtiges Zeichen: Je mehr wir sind, desto stärker können wir uns für bessere Behandlungsbedingungen einsetzen - bei Krankenkassen, ÄrztInnen und mehr. Zusätzlich planen wir besondere Angebote für Mitglieder - stay tuned.